BAUMSCHNITTUNTERWEISUNG 2009

Am Samstag, 5.12.2009 um 13:00 Uhr trafen sich die Mitglieder, Freunde und Gäste des OGV Stammheim an der alten Turnhalle zum diesjährigen Winterschnitt. Trotz kleineren Schauern um die Mittagszeit fanden sich dennoch fast 30 Teilnehmer am Treffpunkt ein.

Allgemeines

Samstag, 5. Dezember 2009 – 13:00 Uhr
Treffpunkt: Turnhalle Stammheim
Garten: Helmut Brehm/H. Pertschy
Leitung: Andreas Siegele, Obstberater, Stuttgart

Andreas Siegele Obstbauberater der Stadt Stuttgart und in Stammheim längst kein Fremder mehr, leitet die Unterweisung an diesem Nachmittag. Das Programm sah vor, zuerst im Garten unseres Ehrenvorsitzenden Helmut Brehm, verschiedene Sorten von Spindelbäumen zu schneiden, die im Jahr zuvor dort vom Verein gepflanzt wurden. Im Anschluss daran warten dann im Garten unseres Mitgliedes H. Pertschy Apfel-Halbstämme, die in den letzten Jahren etwas im Schnitt vernachlässigt wurden.

Garten Brehm

Los ging es in Helmuts Garten. In bewährter Weise erklärte H. Siegele auf was man beim Schnitt zu achten hat: Zuerst Kontrolle des Baumes auf Schädlinge, evtl. Krankheiten (Pilzbefall) und Wuchskontrolle. Ist das Wachstum, wie bei diesem Baum zu sehen ist, in den unteren Bereichen eher gering ausgefallen, dann werden hier die Äste kräftig angeschnitten, um für das kommende Jahr an diesen Stellen den Austrieb anzuregen. Die Stammverlängerung (Mitte), die sowieso schon kräftig ist, bleibt von den Schnittmaßnahmen verschont, um hier nicht ungewolltes Wachstum anzuregen.

Bei diesem Baum (Zwetschge) ist deutlich zu sehen, dass die Stammverlängerung durch äußere Einwirkungen schon vor Jahren so geschädigt wurde, dass im unteren Bereich ein Ersatztrieb diese Aufgabe (durch Hochbinden) übernommen hat und die eigentliche Stammverlängerung entfernt werden konnte.

Obwohl der Baum -trotz all dem- sich gut erholt hatte, konnte H. Siegele den Teilnehmern zeigen und dies auch verständlich erklären, dass eben dieser Baum im unteren Bereich bereits schon so durch Pilzbefall geschädigt ist, dass eine Rodung und Neupflanzung die sinnvollere Maßnahme wäre.

Garten Pertschy

Weiter ging es dann im Garten unseres Mitgliedes H. Pertschy. Hier erwartete uns eine Apfelanlage von Halbstämmen, die in den letzten Jahren in der Pflege etwas vernachlässigt wurden!

H. Siegele kam dann auch gleich zur Sache und erklärte den Anwesenden die Grundregeln, die es hier zu beachten gibt.

Die eigentliche Stammverlängerung klären.

Lichtschachtprinzip umsetzen, d. h. Seitenäste oder Astpartien, die übereinander liegen und sich beschatten, freistellen. Altes Fruchtholz und Triebe die von Mehltau befallen sind entfernen. Leitäste kontrollieren, ob Saftwaage gewährleistet ist, gegebenenfalls nachbessern. Fruchtmumien entfernen, untere Äste die beim Mähen stören ebenfalls auf Astring entfernen

Dann kann der Baum so aussehen: